Vorgehen bei Schadenereignissen

Erster Schritt 

Nachdem Sie Ihren Schaden gemeldet haben, treffen Sie sämtliche Vorkehrungen, um eine Verschlimmerung der Schäden zu verhindern und die allgemeine Sicherheit zu gewährleisten, (provisorisches Abdecken, Stauen, Reinigung, Einsatz der Feuerwehr, …). Vorbehältlich der Massnahmen zur Sicherheit und Schadensbegrenzung, belassen Sie die beschädigten Güter in ihrem aktuellen Zustand, bis zum Eintreffen eines Vertreters der KGV, mit Ausnahme der Sachgüter, die unverzüglich evakuiert werden müssen. Diese werden zu Beweiszwecken fotografiert.

Bei Nichteinhalten dieser Vorgaben kann dem Versicherten der Anspruch auf Entschädigung teilweise oder ganz aberkannt werden.

Unterlassen Sie jegliche Reparaturen ohne Genehmigung.

Zweiter Schritt

Der Versicherte ist verantwortlich für das Einholen von Offerten und die Auftragsvergabe. Die KGV übernimmt die Entschädigung, nicht jedoch die Veranlassung und Zuteilung der Arbeiten.
Der Eigentümer hat die Umweltschutzvorgaben einzuhalten.

  • Einholen von Offerten
    Die Kostenvoranschläge müssen auf den Namen des Versicherten lauten. Kopien dieser Dokumente sind bei der Gebäudeschätzungskommission, bzw. dem zuständigen Schätzer abzugeben.
    - Für Reparaturen im Wert von bis Fr. 5'000.00 pro Berufsgattung. Der Schätzer kann eine zusätzliche Offerte verlangen.
    - Für Reparaturen im Wert zwischen Fr. 5'000.00 und Fr. 15'000.00 pro Berufsgattung, sind zwei Angebote vorzulegen.
    - Für Reparaturen im Wert von über Fr. 15'000.00 pro Berufsgattung wird die Einholung eines dritten Angebots empfohlen.

    Die Schätzungskommision wird den Schaden auf Grundlage des günstigsten Angebots beurteilen.
     
  • Veranlassung der Arbeiten

    Die Veranlassung der Arbeiten obliegt – nach Zustimmung des Schätzers - ausschliesslich dem Eigentümer.
     
  • Rechnungen und Entschädigung

    Die Rechnungen müssen auf den Namen des Versicherten lauten und werden von diesem bezahlt. Die Entschädigung der KGV wird an den Versicherten überwiesen.
    Die Original-Rechnungen sind der Schätzungskommission, bzw. dem zuständigen Schätzer vorzulegen.
    Die Arbeitsstunden in Eigenleistung des Eigentümers werden gemäss einer Abrechnung entschädigt, die ebenfalls der Schätzungskommission vorgelegt werden muss.
    Nach Eingang der Rechnungen beim zuständigen Schätzer und nach Kontrolle der ausgeführten Arbeiten kann eine Anzahlung beantragt werden.