Seit rund 60 Jahren kauft die KGV regelmässig neue Fahrzeuge, um die Einsatzflotte dem technologischen Fortschritt anzupassen. Ein weiterer Meilenstein wurde erreicht: Die Einrichtung hat die Feuerwehren des Kantons Freiburg bzw. den sieben Ausrückstandorten mit Spezialaufgaben (1) mit neuen Gross-Tanklöschfahrzeugen SCANIA P500 6×4*4 ausgerüstet, die am 27. Mai in Romont feierlich eingeweiht wurden.
Mit einer Leistung von 500 PS ist das neue Fahrzeugmodell 10 Meter lang und über 3 Meter hoch. Inklusive der Ausrüstung, die unter anderem für den Atemschutz, die Brandbekämpfung, die Signalisation und die Lüftung vorgesehen ist, sowie der sechs Mitglieder der Besatzung wiegt das Fahrzeug fast 26 Tonnen. Es verfügt über einen Tank mit 6000 Litern Wasser und einen Tank mit 400 Litern Schaummittelextrakt zur Versorgung eines modernen und leistungsfähigen CAFS (Compressed Air Foam System, oder Schaumsystem mit Druckluft).
Steuerung der gesicherten Anlagen
Die neuen Lastwagen verfügen über zwei Bildschirme, über die unter anderem die technischen Einrichtungen des Fahrzeugs wie die Pumpe, die Beleuchtung, die Blaulichter und orangen Lichter oder die Wahl des Löschmittels gesteuert werden können. Die Bildschirme befanden sich früher am Heck des Fahrzeugs, sind nun seitlich angeordnet, um die Sicherheit der Maschinisten bei Einsätzen auf der Autobahn zu gewährleisten.
Ein neuer Lastwagen pro Bezirk
Das Gross-Tanklöschfahrzeug ist ein wesentliches Fahrzeug für den Brandschutz und dient dem Transport von Wasser, Material und Feuerwehrleuten. Ihre Erneuerung wird von der KGV finanziert und durchgeführt. Nach der Freigabe des Projekts im Jahr 2021 mündete die Prüfung der verschiedenen Varianten im September 2023 in der Publikation einer Offertanfrage über das öffentliche Beschaffungswesen und im Mai 2024 in der Auswahl des Anbieters. Die Auslieferung der neuen, vollausgestatteten SCANIA P500 6×4*4 erstreckte sich von Oktober 2025 bis Februar 2026 mit je einem Fahrzeug in den sieben Ausrückstandorten mit Spezialaufgaben Freiburg, Bulle, Estavayer-le-Lac, Romont, Châtel-St-Denis, Murten und Düdingen.
Seit 60 Jahren wird die Flotte von der KGV ständig erneuert
Seit 1964 hat die KGV die Flotte der Einsatzfahrzeuge der Freiburger Feuerwehren schrittweise modernisiert. Von den ersten Magirus Deutz F 4×4 – mit denen die Standardisierung im Kanton begann – über die Magirus 256 in den 1980er-Jahren bis hin zu den Scania P124CB im Jahr 2005, die mit einem Schaumsystem mit Druckluft ausgestattet waren, um den Wasserverbrauch zu reduzieren.
Heute betreut die KGV 221 Fahrzeuge an 38 Einsatzorten, darunter 40 Tanklöschfahrzeuge und 7 Gross-Tranklöschfahrzeuge. Die KGV ist derzeit dabei, drei Fahrzeuge für den Transport von 17’000 Litern Wasser anzuschaffen, was ihre Zukunftsvision unterstreicht, um die Ressourcen an sauberem Wasser zu schonen und ihre Mittel für Einsätze an den technologischen Fortschritt anzupassen. Der Kanton Freiburg soll bis Ende 2027 mit diesen drei schweren Fahrzeugen ausgerüstet sein.
(1) Früher als «Stützpunkte» bezeichnet, handelt es sich um die Ausrückstandorte mit Spezialaufgaben und ergänzenden Mitteln, wie Ölwehr Strassenrettung, Autodrehleiter und Gross-Tanklöschfahrzeuge.
Galerie (Fotos: Jo Bersier)



