«Unser zentraler Auftrag ist es, alle Personen sowie, wenn möglich, Tiere und Sachwerte in Sicherheit zu bringen», erklärt Pascal Zwahlen, Kommandant des Saanenbataillons. Ein Einsatz beginnt mit einem Anruf an die Nummer 118 für die Polizei, die anschliessend die Feuerwehr alarmiert. «Innert 7 Minuten ist das Pikettteam eingekleidet und startklar im Raum», beschreibt Hugo Wanner, dessen Bataillon im Seebezirk rund 200 Mal pro Jahr im Einsatz ist.
Prägende Einsätze
Die Feuerwehr kennt sich bei Elementarschäden gut aus. Oft sind sie die ersten vor Ort. Es gibt Episoden, die zu bleibenden Erinnerungen werden. Das Hochwasser im Gotterontal ist in das Gedächtnis von Pascal Zwahlen eingraviert: «Als wir ankamen, herrschte Chaos. Die Apokalypse, überall Trümmer. Der Einsatz erforderte «Viele Arbeitsstunden und -tage». Hugo Wanner erinnert sich an eine Überschwemmung im SBB-Ausbildungszentrum Murten: «Auf dem gesamten Terrain in den Hochbauten befanden sich 50 cm Wasser. Der Einsatz dauerte rund 36 Stunden.»
Patrick Michel, der das Bataillon Broye leitet, erinnert sich an das Hochwasser im Drei-Seen-Land im Jahr 2021: «Unser Ziel war es, strategische Zonen wie Heime, Wohnhäuser und Pumpspeicherkraftwerke zu schützen und Informationen weiterzugeben. Im gleichen Jahr traf ein heftiges Hagelunwetter die Broye: «Wir mussten einen Bagger organisieren, um eine zwei Meter hohe Hagelwand vor einem Garagentor zu räumen.» Reto Zahnd, Kommandant des Sensebataillons, erinnert sich an den Erdrutsch, der 1994 das Dorf Falli-Hölli verschüttete.
Zukünftige Herausforderungen
Die Kommandanten sind sich einig, dass sich die Feuerwehr anpassen muss, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Die Weiterbildung – koordiniert mit der KGV – und das Material sind gemeinsam mit der Rekrutierung zentrale Themen. Pascal Zwahlen: «Wir haben genug Feuerwehrleute, aber wenn die Senioren aufhören, müssen wir uns auf die Jungen verlassen können, die wir eingearbeitet haben.»
Angesichts von Naturkatastrophen ist die Feuerwehr – die eine Miliz-Einsatzkraft im Kanton ist – eine unverzichtbare Institution für die Sicherheit der Freiburger Bevölkerung.