Erdbeben und die Versicherung von Gebäuden

Erdbeben ist ein Risiko, das weder durch die KGV noch durch eine andere Versicherung des Kantons abgedeckt wird. So wie das Risiko eines Krieges übersteigt auch ein Erdbeben die finanziellen Möglichkeiten der Versicherungen. Allein im Kanton Freiburg versichert die KGV über 115'000 Gebäude für einen Wert von ca 74 Milliarden Franken.

Gesetz vom 6. Mai 1965 über die Versicherung der Gebäude gegen Brand und andere Schäden (732.1.1)

Artikel 5 Nicht versicherte Schäden
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3 Schadenfälle, verursacht durch kriegerische Ereignisse, Unruhen, Volksaufstände, Erdbeben und vulkanische Ausbrüche, sind von der Deckung ausgeschlossen.
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Dennoch würde die Bevölkerung Freiburgs nach einem Erdbeben nicht gänzlich mittellos dastehen. Die KGV ist Miteigentümerin des Schweizerischen Pools für Erdbebendeckung, der mit einem Maximalbetrag von 2 Milliarden Franken intervenieren könnte, um die Folgeschäden eines Erdbebens der Stärke VII MSK (EMS-98) oder stärker zu entschädigen. Diese beachtliche Schadendeckung wird den Versicherten der KGV ohne zusätzliche Prämie gewährt.

KGV-Projekt

Durch die Schaffung einer Abteilung für Erdbebensicherheit im Bereich der Prävention von Erdbebenrisiken nimmt die KGV eine Pionierrolle wahr. Diese hat den Auftrag, Bauunternehmer, Projektleiter und Bauherren von Anlagen und Gebäuden in Fragen zu baulichen Massnahmen der Erdbebensicherheit zu beraten.

Das Risikomanagement im Bereich Erdbeben beinhaltet nicht nur den reaktiven Teil, das heisst eine ausreichende Schadendeckung, sondern auch umfassende Prävention.